komoot – Die Navigations-App im Test

Auch wenn bei meinem Test Fahrradnavi vs. Smartphone, das Smartphone den kürzeren gezogen hat, so ist es mit der richtigen App, dennoch eine gute Alternative für den Gelegenheitsradler. Darum habe ich mir in diesem Test die App komoot mal ein wenig genauer angesehen.

Komoot Screenshot

Als „Routenplaner für alle Fälle“ soll die Navigations-App komoot daheim und unterwegs einen klassischen Routenführer ersetzen. Basierend auf den Daten der OpenStreetMap sowie weiteren Navigationsdiensten von Wikipedia, NASA und Panoramio, ist komoot eine vielfältige, zugleich aber sehr einfach zu bedienende App. Sie bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Routenfindung und -planung und ist auf dem Smartphone stets schnell zur Hand.

Was kann die komoot-App?

Die App bietet viele Touren und eine einfache Bedienung. Sie ist als Community-App aufgebaut und beruht so auf der Mitarbeit der Nutzer von komoot. Was das bedeutet? Ganz einfach: Jeder User kann in der App Touren planen, empfehlen, mit anderen Nutzern tauschen und bewerten. Hier treffen also zahlreiche Outdoor-Sport-Fans aufeinander und können sich im regen Austausch Streckenempfehlungen oder wertvolle Tipps und Tricks zukommen lassen. Ein tolles Konzept, das so nicht nur eine besonders hohe Vielfalt an Strecken und Touren beinhaltet, sondern auch realistische Einschätzungen über die Dauer und den Fitnessgrad. Übrigens: Auch Rennrad- und Mountainbike-Fans kommen bei der Suche nach tollen Ausflügen ganz auf ihre Kosten.

Die Tourensuche selbst kann ganz einfach nach Schwierigkeitsgrad und Region stattfinden. Wer allerdings eine genaue Beschreibung der Wanderung sucht, wird mit komoot nicht glücklich. Hier liegt der Fokus viel mehr auf den grundlegenden Angaben zum Höhenprofil, der Beschaffenheit der Wege, wichtigen Wegmarken und Points of Interest, die stets mit tollen Bildern versehen sind. So erhält der Nutzer einen hervorragenden Überblick über die zur Auswahl stehenden Touren und kann sich zugleich von den Erfahrungen und Berichten der Community inspirieren lassen. Wer möchte, kann dann Tracks aufzeichnen, Touren individuell planen und direkt ausdrucken. Und da es auf dem Berg meist kein Internet gibt, sind die geplanten Touren als Kartenausschnitt auch offline nutzbar. Hinzu kommen folgende Funktionen:

  • Schnelles Einholen von Zusatzinformationen über das Internet, bei Bedarf einer Übernachtungsmöglichkeit, Bahnabfahrt oder eines Restaurants.
  • Touren können am PC oder auf dem Smartphone geplant und dann synchronisiert werden. Lange Strecken jedoch, müssen aufgrund der Datengröße in einzelne Etappen aufgeteilt werden.
  • Der Nutzer kann GPS-Tracks in komoot im- oder aus der App exportieren.
  • Die Strecken und Touren lassen sich auf Wunsch aufzeichnen.
  • AM PC sind die Touren auch umkehrbar.
  • Das Routing verläuft schnell und zuverlässig, eine manuelle Nachbearbeitung ist für den Notfall dennoch möglich.
  • Ein tolles Feature ist zudem die Sprachnavigation. So kann das Smartphone im Fahrradrucksack verstaut werden und das Display aus bleiben – das spart wertvolle Akkulaufzeit. Die Bedienung funktioniert dann am besten über einen handelsüblichen Kopfhörer.

Was kostet komoot?

komoot gibt es sowohl für iOS als auch für Android. Für eine Testregion kann sie kostenfrei genutzt werden. Anschließend kann der Nutzer einzelne Regionen für je 3,59 Euro hinzukaufen oder für 8,99 ein Paket an Regionen – in meinem Fall zum Beispiel das komplette Münsterland. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich auch einfach (fast) ganz Europa für einmalig 29,99 Euro freischalten lassen.

Design und Bedienung

Das Design von komoot ist sehr aufwändig, dennoch aber übersichtlich gestaltet und intuitiv zu bedienen. Die Tourensuche geht schnell und sehr einfach und für den noch praktischeren Gebrauch kann der Nutzer Zuhause auch die Website zur Hilfe nehmen. Auf dem PC planen, ausdrucken oder per Handy direkt mitnehmen – ein innovatives Konzept für den modernen Smartphone-Nutzer.

Fazit zu komoot

Alles in allem ist die Navigations-App komoot sehr gut gelungen und basiert auf einem spannenden wie innovativen Community-Konzept. Die Gestaltung und Bedienung sind modern, einfach und intuitiv. Zudem bietet komoot einige praktisch Features und hilfreiche Informationen von anderen Nutzern. Wer sich an einer regen Community mit hilfreichen Tipps und tollen Tourenempfehlungen erfreuen kann, der bekommt mit komoot so richtig Lust auf Draußen. Der kostenlose Test der Basisversion lohnt sich auf jeden Fall.

2 Kommentare zu „komoot – Die Navigations-App im Test“

  1. Ich bin von Komoot genervt.
    Nachdem ich schon vor Corona 20 Euro für die Premium Version gezahlt hatte, habe ich gehofft, die Entwickler würden die Nutzbarkeit im Laufe der Zeit verbessern, doch es werden nur Gimmicks eingebaut.
    komoot behauptet, der Beste Routenplaner für Radfahrer zu sein, doch man will als Fahrradfahrer ja möglichst den Autoverkehr vermeiden.
    Dazu fehlen aber Routenoptionen.
    Motorradnavigationsseiten habe Optionen wie Autobahnen vermeiden, Kurvenreiche Strecke etc.
    Auf einer Fahrradtour nimmt man oft lieber einen Wanderweg als sich mit dem Autoverkehr abzuplagen.
    Daher braucht man eine feine Kartendarstellung, einfache Wegpunktwahlt UND Optionen wie KFZ Strassen vermeiden oder Feldwege benutzen.

    Was mich total nervt ist, dass Komoot so viele total überflüssige Sprachansagen macht und man diese nicht in den Einstellungen auf das Nötigste beschränken kann.
    Als Radfahrer will ich natürlich die Landschaft genießen und nicht ständig auf das Display schauen.
    Deswegen ist Sprachansage für mich wichtig.
    Dabei wäre es aber völlig ausreichend, wenn eine Ansage nur ein einziges Mal kurz vor und auch nur bei einer Richtungsänderung erfolgt.
    Komoot meldet sich nämlich bei jeder Kreuzung, auch wenn es geradeaus weiter geht.
    Und jede Ansage kommt auch noch dreimal.
    Wenn man in einer Gruppe unterwegs ist, dann sind die vielen Ansagen nicht nur nervig, sodern auch peinlich und Passanten, an denen man vorbeifährt, wundern sich über das Gebrabbel.

    Weiter Defizite sind die fehlende Offline Navigation (die gerade bei einer outdoor App wichtig ist) und die penetranten Social Media Features.
    Wenn ich Tourenvorschläge will, dann will ich dies explizit selbst aus einem Menü auswählen und am Ende einer Tour will ich diese auch ohne zu speichern sofort löschen können.

    1. Hallo,
      dieses kann ich bestätigen. Leider sind bei Radtouren überwiegend Staatsstrassen oder ähnlich zu befahren.
      Mich ärgert es, das ich Koomot abboniert habe. Schade um das Geld

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